Radweg pünktlich zum Saisonstart eröffnet

Zum Start der Fahrradsaison hat der Hochtaunuskreis den ersten Radweg aus seinem Radverkehrskonzept eröffnet. Mit dem rund 1,4 Kilometer langen Weg wird eine Verbindungslücke zwischen Usingen und Weilrod-Niederlauken geschlossen und der Bahnhof in Usingen-Wilhelmsdorf an das Radwegenetz angebunden. Radreisende, die auf dem Radfernweg R6 zwischen Diemelstadt bis Lampertheim unterwegs sind, profitieren ebenfalls von der neuen Verbindung.

„Durch die Ertüchtigung vorhandener Wirtschaftswege konnten wir unnötige Eingriffe in landwirtschaftliche Flächen und großflächige zusätzliche Versiegelung vermeiden“ erläutert Landrat Ulrich Krebs die Auswahl der Strecke. Lediglich im Stadtwald zwischen dem Hessischen Radfernweg R6 und der Kreisstraße 739 wurde ein etwa 170 Meter langer Weg mit einer wassergebundenen Decke neu gebaut, in der Verlängerung zu den vorhandenen Wirtschaftswegen wurden noch etwa 270 Meter Wiesenweg asphaltiert.

Die Umsetzung des neuen Radweges hat knapp zwei Jahre gedauert. Anfang 2024 wurden die Planungen vom Hochtaunuskreis und der Stadt Usingen gemeinsam angestoßen. Im Mai 2024 wurde ein Förderantrag beim Land Hessen gestellt, der Zuwendungsbescheid ging Ende Juli 2025 ein. Für den Bau des neuen Weges erhält der Kreis einen Zuschuss in Höhe von 75 % aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“ des Bundes.

Nach Eingang des Förderbescheids konnten die Bauarbeiten zwischen September 2025 und April 2026 durchgeführt werden. Zahlreiche Verdachtsflächen bei der vom Regierungspräsidium Darmstadt vorgegebenen Kampfmittelsondierung sowie Probleme mit der Tragfähigkeit des Bodens verzögerten das Projekt und erhöhten die Baukosten von ursprünglich geplanten 685.600 Euro auf 806.400 Euro. Mehr als dreißig Verdachtspunkte im Boden mussten überprüft und geöffnet werden, in einem großen Bereich musste der Untergrund lagenweise unter Beteiligung eines Kampfmittelräumdienstes abgetragen werden. Davon ist nach Beendigung der Bauarbeiten nichts mehr zu sehen, zurück bleibt nur eine lückenlos ebene Wegeoberfläche.

Große Bodenpiktogramme mit dem Schriftzug „Rücksicht macht Wege breit“ erinnern alle Verkehrsteilnehmer daran, dass der neue Weg verschiedene, gleichwertige Nutzungszwecke hat. Denn wenn ein landwirtschaftliches Fahrzeug, Fußgänger und Radfahrer aufeinandertreffen, wird es auch auf einem 3 Meter breiten Weg mal eng.

Verkehrsdezernent Thorsten Schorr berichtet schon von der ersten Resonanz auf das neue Angebot für Radfahrer: „Bereits vor der offiziellen Eröffnung wurden einige Radfahrende auf dem Radweg gesichtet; der erste Radfahrer fuhr noch bei Ausführung der Asphaltarbeiten hinter der Walze her. Wir freuen uns über diese Bestätigung und hoffen, dass die neue Verbindung weiterhin so gut angenommen wird.“


Quelle: Pressemitteilung des Hochtaunuskreises