Usingen von A-Z

 

Veranstaltungen - Feste - Feiern

Wenn Sie ein Fest oder eine Veranstaltung durchführen möchten, sollten im Vorfeld verschiedene Dinge beachtet werden.


Öffentliche Verkehrsflächen:


Veranstaltungen und Feste auf öffentlichen Verkehrsflächen bedürfen stets einer Genehmigung.


Verkauf nicht alkoholischer und alkoholischer Getränke


Die Abgabe von nicht alkoholischen und alkoholischen Getränken ist dann erlaubnispflichtig, wenn diese mit Gewinnerzielung verkauft werden sollen. Dazu zählt auch der Ausschank durch Vereine, wenn die dabei erzielten Gewinne zur Förderung der Zwecke des Vereins bestimmt sind. Mitteilung über die Ausübung eines vorübergehenden Gaststättenbetriebes

Jugendschutz


Bei Veranstaltungen und Festen gilt ein besonderes Augenmerk auf die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes.

- Kinder sind Minderjährige unter 14 Jahren

- Jugendliche sind Minderjährige unter 18 Jahren


Das Gesetz gilt nicht für verheiratete Jugendliche!


Nach § 9 JuSchG darf Kindern und Jugendlichen in Gaststätten und Verkaufsstellen – darunter fallen auch Verkaufsstände bei Straßenfesten – „Hochprozentiges“ wie etwa Schnäpse, Liköre, Korn und Whisky weder abgegeben noch sein Genuss gestattet werden.

Andere alkoholische Getränke, beispielsweise Bier, Wein und Sekt dürfen Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren weder abgegeben noch darf deren Genuss gestattet werden. Diese Bestimmung gilt nicht, sofern Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren von einem Personensorgeberechtigten (Eltern oder Vormund) begleitet werden.


Ein diesbezüglicher Aushang ist gemäß § 3 JuSchG vorzunehmen.


Nach § 10 JuSchG ist weder die Abgabe noch der Konsum von Tabakwaren für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren in der Öffentlichkeit gestattet.

Im Hinblick auf die Mitwirkung bei Veranstaltungen und Festen sind weiterhin Bestimmungen zum Schutze der arbeitenden Jugend zu beachten (Jugendarbeitsschutzgesetz). Eine vorherige Beratung in Fragen zum Jugendschutz ist in jedem Fall zu empfehlen.

Informationen und eine entsprechende Broschüre bekommen Sie beim Jugendamt des Hochtaunuskreises, Ludwig-Erhard-Anlage 1-5, 61352 Bad Homburg v.d.H., Tel. 06172/999-0


Veranstalter und Gewerbetreibende tragen Verantwortung

Sie sind verpflichtet, die für ihren Betrieb geltenden Bestimmungen des Gesetzes durch einen deutlich sichtbaren und gut lesbaren Aushang bekannt zu machen. Sie müssen dafür sorgen, dass bei ihren Veranstaltungen oder in ihren Betrieben das Jugendschutzgesetz eingehalten wird.

Sind Altersgrenzen zu beachten, müssen sie in Zweifelsfällen das Lebensalter von Kindern und Jugendlichen überprüfen. Werden Kinder und Jugendliche von erziehungsbeauftragten Personen begleitet, muss in Zweifelsfällen deren Berechtigung überprüft werden.

Diese Hinweise sind zuverlässig an Theken- und Kassenpersonal in Gastronomie und Handel weiter zu geben. Es ist überwiegend Aufgabe dieser Personengruppe, Bedenken zu formulieren und bestehende Zweifel auszuräumen – was im Alltag nicht immer leicht ist!

Das Verhalten Jugendlicher ist altersgemäß, wenn sie ausloten, wie weit sie gehen können. Sie wollen Grenzen umgehen – mit Hilfe mehr oder weniger geschickten Ausreden. Im Konfliktfall sind stets die Erwachsenen aufgefordert, unmissverständlich auf bestehende Gesetze und Regeln hinzuweisen.


Brandschutz


Gemäß § 17 des „Hessischen Gesetzes über den Brandschutz, die allgemeine Hilfe und den Katastrophenschutz“ (HBKG) erfordern Veranstaltungen, bei denen durch den Ausbruch eines Brandes eine größere Anzahl von Menschen gefährdet sein könnten, einen Brandsicherheitsdienst.

Der Umfang des Brandsicherheitsdienstes ist abhängig von der Art der Veranstaltung sowie von der Anzahl der Besucher. Der Brandsicherheitsdienst kann sich dabei auf eine rein fachtechnische, beratende Tätigkeit beschränken.

Es ist in jedem Fall wichtig, dass rechtzeitig vor der Veranstaltung Kontakt mit der Ordnungsbehörde aufgenommen wird.


Bitte beachten Sie auch das Merkblatt „Auflagen zu Brandschutzvorkehrungen bei Märkten, Straßenfesten u. ä. Veranstaltungen“. 




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