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Lkw-Fahrer zahlt an falsche Polizisten

USINGEN - (red). "Falsche Polizisten" rufen mittlerweile nicht nur per Telefon an und wollen Leute übers Ohr hauen:In zwei Fällen tauchten angebliche Polizeibeamte am Wochenende auf der Autobahn auf.

Ein Verkehrsteilnehmer meldete sich am Sonntagabend gegen 19.10 Uhr bei der Polizei, nachdem er auf der Autobahn 5 zwischen der Anschlussstelle Friedberg und dem Bad Homburger Kreuz eine verdächtige Situation erlebt hatte. Kurz vor dem Parkplatz Spießwald versuchte der Fahrer eines schwarzen Renault Megane mit VB-Kennzeichen den Verkehrsteilnehmer anzuhalten, wobei er auf dem Beifahrersitz ein eingeschaltetes Blaulicht stehen hatte. die Polizei stellt klar: Bei dem Pkw handelt es sich nicht um ein Zivilfahrzeug der Polizei, so dass von einer Amtsanmaßung des Fahrers auszugehen ist. Die Polizeiautobahnstation Mittelhessen, Telefon 06033/7043-0, bittet um weitere Hinweise. Wer kann Angaben zum Pkw oder dessen Fahrer machen, bekam einen solchen Vorfall mit oder sollte selbst angehalten werden?

Am Sonntagnachmittag (15.04.2018) wurde ein türkischer Transporterfahrer auf dem Parkplatz "Am Rehberg" der Autobahn A 45 bei Herborn (Lahn-Dill-Kreis) Opfer einer Betrugsmasche. Die Polizeiautobahnstation in Butzbach bittet um Mithilfe. Der 29-Jährige fuhr den zwischen den Anschlussstellen Herborn-West und Herborn-Süd gelegenen Parkplatz gegen 17.20 Uhr mit seinem Kleintransporter an, um eine Pause einzulegen. Während er im Wagen saß, sprach ihn ein Mann an, der seinen "Dienstausweis" zeigte und sich als Kriminalpolizist zu erkennen gab. Der offensichtlich falsche Polizist ließ sich den Ausweis und die Geldbörse des Fahrers geben. Da im Portemonnaie nur türkische Lira steckten, fragte der Betrüger nach Euro. Das Opfer holte einen Umschlag mit 2200 Euro Bargeld aus der Hosentasche, die der "Polizist" zunächst überprüfte und dann wieder auf den Fahrersitz legte. Anschließend forderte er den Fahrer auf, den Laderaum des Transporters zu öffnen, um nach Drogen zu schauen. Offensichtlich gab der falsche Ermittler einer Komplizin in einem Volvo ein Zeichen. Der Volvo setzte sich in Bewegung und blieb neben der Fahrertür des Transporters stehen. Eine Frau stieg aus, griff sich das Geld und stieg wieder ein. Der "Polizist" stieg ebenfalls in den Volvo V40 ein und die Täter fuhren davon. Erst später bemerkte das Opfer den Diebstahl.

Genaue Angaben zu dem Duo kann das Opfer nicht machen. Der Volvo V40 war silberfarbenen und hatte eine französische Zulassung.

Datum: 16.04.2018
Autor: Usinger Anzeiger
Quelle: Usinger Anzeiger
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