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Wenn der Winterdienst an rücksichtslosen Falsch-Parkern scheitert

MERZHAUSEN - „Da passt keine Bildzeitung mehr dazwischen“, ärgerte sich am Montagmorgen um genau 8.43 Uhr Stefan Garth, als er in der Gartenstraße in Merzhausen versuchte, die Straße vom Schnee zu befreien, aber an dem aus seiner Sicht links stehenden Kombi scheiterte.

„Vor allem nachts ist es für unsere Fahrer häufig sehr schwer durchzufahren. Sie müssen dann wieder wegen schlecht parkender Autos umdrehen – und der Schnee bleibt liegen“, erläutert Swen Blaschke, Bauhofleiter der Stadt Usingen, das Problem. Die Bauhof-Mitarbeiter könnten somit also ihrer Winterdienstpflicht nicht nachkommen. „Und am Ende beschweren sich die Anwohner dann wieder, dass die Straßen nicht gereinigt worden sind“, fügt er hinzu. Das Räumschild des Fahrzeugs, also die große Schaufel, mit der der Schnee geräumt wird, sei immerhin 2,80 Meter breit. Ein bisschen „Luft“ müssten die Autobesitzer den Räumfahrzeugen folglich schon lassen.

Was kann der Winterdienst in einer Situation tun, in der der Weg von Autos versperrt ist? „Nichts – außer wieder zurückfahren“, sagt Blaschke. Die Leute müssten dann den Besen eben selber in die Hand nehmen und fegen.

Abschleppen lassen könne man die „Falsch-Parker“ jedenfalls nicht. Das dürfe nur das Ordnungsamt. „Außerdem hätten wir auch gar nicht die Zeit, eine Stunde auf den Abschleppdienst zu warten.

Gefährlich

Stefan Garth, der sich am Montagmorgen über das Parkverhalten geärgert hat, denkt auch an die Kollegen von Feuerwehr und Rettungsdienst. Die würden nämlich mit ihren Fahrzeugen auch nicht durch solche Engpässe kommen. Und dann ginge es nicht nur um eine vereiste Straße, sondern vielleicht sogar um Menschenleben.

BU: Kein Durchkommen gab es am Montagmorgen für den Winterdienst in der Merzhäuser Gartenstraße.
Foto: Stefan Garth

Datum: 13.02.2018
Autor: Usinger Anzeiger
Quelle: Usinger Anzeiger
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