Usingen von A-Z

Mit Neubau ein deutliches Zeichen gesetzt

USINGEN/WERNBORN - (dha). „Die Zeichen stehen auf Wachstum und wir sind dabei”, stellt Ulrich G. Keth zufrieden fest. Das Wachstum des von Keth geführten Unternehmens ist auch optisch deutlich sichtbar, prägt doch der Gebäudekomplex der PMC Leiterplatten Technologie den Ortseingang Wernborns. In der Lindenstraße steht weithin sichtbar der große weiße Bau, der nicht nur als Bürogebäude dient, sondern auch als Gästehaus für Kunden und Mitarbeiter.



Es sei ein termingerechter Umzug von den zu klein gewordenen Büroräumen im Stockheimer Weg in Usingen in die Lindenstraße gewesen. Wenn auch, wie bei einem Neubau üblich, noch nicht alles fertiggestellt ist, sei der Standortwechsel geglückt. Derzeit steht noch das Gerüst für die Putz- und Malerarbeiten. Mit der Gestaltung der Außenanlage wolle man im Herbst beginnen. Der Eingangsbereich soll dem Rosendorf entsprechend mit Rosen bepflanzt werden. Vom Seminarraum aus betritt man dann den großen Japangarten, berichtet Keth.

„Für uns alle, und das sind derzeit 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ist hier eine schöne Arbeitsstätte geschaffen worden, in der es sich kreativ arbeiten lässt. Es ist eine tolle Location”, findet der geschäftsführende Gesellschafter.

Was im Jahr 1989 in einem kleinen Kellerbüro begann, hat sich zu einem wahren „Riesen“ in der Leiterplatten-Branche entwickelt. So darf der Firmengründer stolz darauf sein, zu den 500 Wachstumschampions im Jahr 2016 zu zählen. Nach einer vom Focus-Magazin in Kombination mit Statista veröffentlichten Aufstellung liegt die PMC Leiterplatten Technologie GmbH Usingen im Bereich Elektro, Elektrik und Medizin auf Rang 18 bei den Firmen mit dem höchsten Umsatzzuwachs.

Der Managing Director, wie man weltweit sagt, kennt zwei Arten von Arbeit: zum einen die Routinetätigkeit, mit den „Füllarbeiten von Buchhaltung bis Gehaltsabrechnung”. Zum anderen die Kreativabteilung. Allerdings könne man keine acht Stunden kreative Hochleistung bringen. Nach einem Geistesblitz und konzentrierter Arbeit müsse auch wieder eine entspannende Phase folgen. Diese finde man zum Beispiel im Japangarten oder im betriebseigenen Fitnessstudio.

Mehr als 25 Jahre Know-how und Kundenvertrauen in einem Netzwerk mit hochtechnologischen Produktionspartnern habe PMC zum idealen Lieferanten werden lassen, macht Keth Werbung in eigener Sache. Seine Firma und andere Hersteller deckten weltweit folgende anerkannte Qualitätsstandards ab: Beratung, Assistenz und Beschäftigung von Leiterplatten sowie den kompletten Rund-um-Service würden den geschäftlichen Schwerpunkt bilden. Und das seien weltweit Consumer, Telekommunikation, Maschinenbau, Automobil-Industrie und Sensorik.

Schon vor 20 Jahren habe er die Produktionsstätten nach Fernost verlegt, mit einem weiteren Firmensitz in Hongkong. Heute ziehe das Unternehmen die Vorteile eines Netzwerkes aus fairen Geschäftspartnern und innovativen Produktionsstätten. Wobei es China als Billiglohnland nicht mehr gebe, was für viele Unternehmen zu einem Wandel geführt habe oder noch führe, wie Keth meint. Neue Produktionsstätten sieht Keth auf den Philippinen und Indonesien. Der Standort Malaysia, wo PMC seit 20 Jahren schon produzieren lässt, sei noch ausbaubar. Diese Länder haben seiner Meinung nach exzellent ausgebildete Ingenieure. Auch in Südamerika bewege sich einiges, insbesondere in Costa Rica, wo es sehr gute Hochschulen gebe. „Man braucht nicht nur Eliten, zwei bis drei Topleute im Management, die für die Erfindungen zuständig sind, reichen.” Bachelors sind für ihn nur „Halbreifes akademisches Proletariat, das für die Routinearbeit taugt”.

Mit Dr. Wilfried Carl habe er einen Prokuristen und hoch spezialisierten Chemiker. So sei die Mischung aus Chemie und Elektrotechnik bei PMC gewährleistet, sagt der Diplom-Ingenieur. Viele der von PMC verkauften Leiterplatten hätten eine lange Laufzeit und brächten somit den garantierten Umsatz. Daher könne er heute sagen, was die nächsten Jahre an Umsatz bringen.

Als PMC im Stockheimer Weg eingezogen sei, habe man geglaubt, die angemietete Fläche sei viel zu groß. Bald war das Lager zu klein geworden. Auch das Archiv habe man in Garagen auslagern müssen. Jetzt sei der Ausbau für die Zukunft vollzogen worden. Wenn er auch mit seinen 67 Jahren nicht wisse, was das Leben noch so mit sich bringt, möchte er dennoch, solange er gesund ist und die Arbeit Spaß macht noch etwas Sinnvolles tun. „PMC hat mit dem Neubau ein deutliches Zeichen gesetzt und für die Zukunft geplant. Für eine Zukunft auch ohne mich. Dann werden junge Leute erfolgreich am Markt sein. Diese jungen Leute werde ich motivieren und fördern, so lange das Geschenk Gesundheit funktioniert”, sagt Keth.

Schon heute freue er sich auf die Fertigstellung des Gästehauses und seine ersten Gäste. Firmenchefs aus den Großstädten Asiens würden die Taunuslandschaft und die Luft lieben. Das wisse er von vielen Besuchern. Ihnen werde er E-Bikes zur Verfügung stellen, Radwanderkarten in die Hände drücken und ihnen einen schönen Tag wünschen.
Foto: Hammerschmidt


Datum: 12.08.2017
Autor: Dieter Hammerschmidt
Quelle: Usinger Anzeiger
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