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Wählt das Rosendorf Wernborn zum Jubiläum im nächsten Jahr eine eigene Rosenkönigin?

WERNBORN - (cju). Bei strahlendem Sonnenschein und einem lauen Lüftchen war gestern ganz Wernborn auf den Beinen, um mit dem Obst- und Gartenbauverein das Rosenfest zu feiern. Es ist das erste Fest, seit Wernborn als einziger Ort im Hochtaunuskreis als Rosendorf prämiert wurde. Vorsitzender Karl Zwermann fuhr im Cabriolet vor den Ehrengästen – Schirmherr Landrat Ulrich Krebs, Bürgermeister Steffen Wernard, Stadtverordnetenvorsteher Gerhard Liese (alle CDU) und der Wehrheimer Apfelblütenkönigin Katharina II – her. Die Gäste wurden von Heinz-Otto Scheuerling kutschiert.

Zwermann nutzte die gute Gelegenheit, die Rosen im Dorf genauer vorzustellen. Besonders dabei ist, dass nicht nur in den privaten Gärten, sondern auch auf öffentlichem Raum viele Rosen duften und blühen. „Ein Fest für die Bienen und andere Insekten, denn die Rose blüht fünf Monate lang“, so Zwermann. Deshalb gab es von allen Gastrednern viel Lob und Anerkennung für die „Hartnäckigkeit, mit der Karl Zwermann und sein Team dieses Ziel, Rosendorf zu werden, verfolgt haben“. Zwermann wiederum dankte den städtischen Gremien für die finanzielle Unterstützung, die so einiges möglich mache.

Der Erlös des Festes soll in weitere Ruhebänke im Ort investiert werden und die Gäste applaudierten begeistert, als Schirmherr Krebs ankündigte, auf jeden Fall eine Bank zu spendieren. Er könne sich außerdem gut vorstellen, dass in Wernborn eine Rosenkönigin gekrönt werde.

Die Bedeutung für den Tourismus unterstrich der Verwaltungschef. Als Kleinod bezeichnete Wernard Wernborn, wo viel dafür getan werde, dass die Attraktivität des Ortes konstant bleibe und stets verbessert werde. Wernborn sei auf jeden Fall der Ort mit den „grünsten Daumen“. Der Bezug zur Apfelblütenkönigin sei durch die Verwandtschaft der Rose mit dem Apfel gegeben, erklärte Karl Zwermann weiter. Vielleicht könne im nächsten Jahr, wenn der Obst- und Gartenbauverein 120 Jahre alt werde, wirklich eine Rosenkönigin vorgestellt werden.

Gerhard Liese erinnerte ein wenig wehmütig an den Tod von Altkanzler Helmut Kohl und überlegte, ob von ihm auch etwas Bleibendes übermittelt werde. „Vielleicht erinnern sich die jungen Wernbörner einmal daran, dass ich auf fast jedem Rosenfest war“, so Liese dann wieder gut gelaunt.

Auch Karl Zwermann hatte als langjähriger Präsident der Gärtner eine schöne Erinnerung an den Altkanzler. Er habe ihm 1995 eine große, dicke, rot blühende Rose überreichen können. Der Kanzler sei sehr leutselig gewesen und habe sich gerne Zeit für ein gemeinsames Frühstück mit den Gärtnern genommen.

Dann waren die jüngsten Wernbörner an der Reihe: Mit tatkräftiger Unterstützung der Ehrengäste und auch den Erzieherinnen von der Kindertagesstätte Pusteblume durften sie in diesem Jahr schön gewachsene Salatpflanzen umtopfen und mit nach Hause nehmen. „In vier Wochen könnt ihr schon ernten“, versprach Zwermann.

Für das leibliche Wohl der Gäste war mit Gegrilltem, Salaten und Getränken sowie Kaffee und Kuchen gesorgt. Bekannte Volkslieder wurden gesungen und beim Auftritt der Mini-Tanzgruppe der Kolpingsfamilie klickten die Kameras. Für die kleinen Besucher gab es außerdem Mal- und Bastelangebote. Mit einem Füllhorn beliebter Melodien sorgte der Musikverein Wernborn-Usinger Land für ein beschwingtes Fest.
Die Ehrengäste kommen im Cabriolet (von links): Stadtverordnetenvorsteher Gerhard Liese, Bürgermeister Steffen Wernard, Schirmherr Landrat Ulrich Krebs, Wehrheims Apfelblütenkönigin Katharina II, Heinz-Otto Scheuerling und der Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins, Karl Zwermann. Foto: Jung

Datum: 19.06.2017
Autor: Christina Jung
Quelle: Usinger Anzeiger
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